Konjunkturaufschwung: Mehr Mut zur Existenzgründung
Freitag, den 15. April 2011 um 08:47 Uhr
Im vergangenen Jahr entstanden durch Neugründungen ca. 582.000 Vollzeitjobs. Obwohl nur 28 Prozent der Gründer Mitarbeiter haben, übertraf der Beschäftigungseffekt die Werte der vergangenen Jahre deutlich: 2008 schafften Existenzgründer 447.000 Stellen, 2009 waren es 517.000. In den Zahlen werden von der KfW neben Gewerbeanmeldungen auch Nebenerwerbsprojekte und die Freien Berufe erfasst.
Allerdings bieten nur zwei von drei neu geschaffenen Stellen eine langfristige Perspektive: Drei Jahre nach dem Start hat ein Drittel (32 Prozent) der Jungunternehmen seine Geschäftstätigkeit schon wieder beendet.
Dynamisch war das Gründergeschehen 2010 vor allem in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. In den Ballungsräumen seien die Voraussetzungen besonders günstig, erläuterte Irsch: „Dort treffen große lokale Absatzmärkte mit einem breiten Angebot an Qualifikationen auf den Arbeitsmärkten sowie einer ausgebauten Infrastruktur zusammen."
Im Ranking der Bundesländer folgten die vier wirtschaftsstärksten Flächenstaaten Baden-Württemberg, Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Ostdeutsche Bundesländer weisen dagegen geringere Gründerquoten auf, sagte Irsch: „Eine höhere Kaufkraft in den wohlhabenden Regionen führt zu günstigen Nachfragebedingungen. Neue Geschäftsideen haben dort bessere Chancen, von den Kunden angenommen zu werden."
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