Der Businessplan ist der "rote Faden" für Ihr Geschäftskonzept

"Veränderungen begünstigen nur den, der darauf vorbereitet ist." (Louis Pasteur)

Jeder Businessplan hat zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen. Der Businessplan ist vor Allem ein Handlungs- und Strategiekonzept für Sie als Existenzgründer und erst im zweiten Schritt ist der Businessplan ein wichtiges Dokument für Dritte wie Förderinstitute und Banken!

Verbindliche Regeln für die Formulierung eines solchen Businessplans gibt es zwar nicht, aber in der Praxis hat sich die Beschreibung folgender Kapital im Businessplan als Mindestinhalt bewährt:

Businessplan Schritt 1: DIE ZUSAMMENFASSUNG


Das erste Kapitel im Businessplan ist sogleich das Wichtigste. Der Grund: Auf ein bis zwei Seiten sollen die entscheidenden Punkte Ihres Existenzgründungsvorhabens erklärt werden. Dazu gehören eine Kurzbeschreibung Ihres Geschäftsmodells, die Alleinstellungsmerkmale Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung, die Definition Ihrer Zielgruppe, die Kompetenz des Gründers oder des Gründerteams, der Investitionsbedarf, die gewählte Rechtsform sowie der Gesamtkapitalbedarf und eine Aufschlüsselung nach Eigenkapital und Fremdkapitalbedarf. Dabei ist wie im ganzen Businessplan darauf zu achten, dass die Ausführungen für Laien verständlich sind.

Businessplan Schritt 2: DIE GESCHÄFTSIDEE


In diesem Abschnitt schildern Gründer die Grundlage Ihrer Existenzgründung. Am einfachsten ist es, wenn sie die Frage beantworten: "Was möchte ich am Markt anbieten und wie genau verdiene ich damit Geld?" Die Antwort beschreibt das Produkt- oder Leistungsprofil, die Erfolgsfaktoren, die geplante Marktstrategie.

Businessplan Schritt 3: DAS PRODUKT ODER DIE DIENSTLEISTUNG


Im Businessplan ist hier der Platz, um ausführlich das Produkt oder die Dienstleistung zu schreiben. Essentiell in diesem Businessplan-Kapitel ist zudem das Alleinstellungsmerkmal Ihrer Geschäftsidee, also, wie sich Ihr Angebot von den bestehenden, konventionellen Produkten oder Dienstleistungen abhebt.

Businessplan Schritt 4: DER MARKT UND DER WETTBEWERB


In diesem Kapitel stehen im Businessplan die wichtigsten Erkenntnisse über Branche, Markt und Wettbewerb: Wie groß ist das Marktpotential Ihrer Branche? Wie groß ist vom Marktpotential ausgehend Ihr Zielmarkt? Was ist der Durchschnittsumsatz in Ihrem Markt? Wer ist Ihre definierte Zielgruppe? Wie viel Einkommen steht Ihrer Zielgruppe zur Verfügung und wie steht es um die Zahlungsmoral Ihrer Zielgruppe? Wer sind die wichtigsten Wettbewerber und welche Geschäftsstrategien verfolgen diese? Welche Vertriebswege und Kundenansprache wird von den Wettbewerbern genutzt? Welche allgemeinen Faktoren beziehungsweise aktuellen Trends beeinflussen die Branchenentwicklung?

Businessplan Schritt 5: DAS MARKETING


Zu einer erfolgreichen Existenzgründung gehört auch ein durchdachtes Marketing. Da ist zum einen eine überzeugende Markteintrittsstrategie: Der Existenzgründer sollte im Businessplan an dieser Stelle erläutern, welche Marketingmaßnahmen er zu welchem Zeitpunkt plant und wie er erste Kunden gewinnen will.

Businessplan Schritt 6: DIE GRÜNDERPERSON / DAS GRÜNDERTEAM


Neben der Zusammenfassung ist dieses Businessplan-Kapitel auch sehr wichtig. Hier beschreiben Sie Ihre beruflichen Erfahrungen des Existenzgründers oder des Gründerteams. Zudem soll erläutert werden, wie die Verantwortung für Geschäftsbereiche im Unternehmen aufgeteilt werden sollen und für welche Position noch kein Mitgründer gefunden ist.

Businessplan Schritt 7: DIE CHANCEN UND RISIKEN


Eine realistische Einschätzung der Chancen, aber vor Allem auch der Risiken darf in keinem Businessplan fehlen. Dazu gehört eine Beschreibung, welche Schwächen und Risiken dem Gründer oder dem Gründerteam bewusst sind und wie das Unternehmen sich auf künftige Chancen und Risiken einstellt, um diese erfolgreich zu meistern. Viele Investoren sind sich bewusst, dass eine Existenzgründung auch immer mit potenzielle Risiken verbunden ist, und akzeptieren diese, wenn der Gründer verantwortungsbewusst damit umgeht und entsprechende Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen vorgesehen hat.

Businessplan Schritt 8: DIE FINANZPLANUNG


In diesem Kapitel des Businessplans wird der Textteil des Businessplans in den Zahlenteil „übersetzt". Hierfür werden zunächst extern belegbare, plausible Planungsprämissen erarbeitet, die somit das Grundgerüst der Finanzplanung bilden.

Businessplan Schritt 9: DER FINANZBEDARF


Hier werden im Businessplan die einzelnen Finanzierungsposten den geeigneten Kapitalgebern zugeordnet. Hierbei kommt es nicht nur auf die richtige Mischung zwischen Eigenkapital und Fremdkapital an, sondern auch um die Berücksichtigung von Zuschüssen, Bürgschaften, öffentlichen Beteiligungen und zinsverbilligten KfW-Krediten.

Businessplan Schritt 10: DER ANHANG


Den Businessplan vervollständigen eine ausführliche Darstellung der Finanzplanung, Angebote über anstehende Investitionen und ein tabellarischer Lebenslauf des Gründers. Weitere Anlagen können im Einzelfall sinnvoll sein.

Business-Plan Tipp 1: Das Geschäft mit den Businessplan Vorlagen


Es gibt im Internet zahlreiche Portale die Ihnen Businessplan Vorlagen zum Kauf anbieten. Oft sind diese Businessplan Vorlagen aber nicht das Geld wert, was Sie dafür ausgeben sollen. Die Angaben darin sind sehr allgemein gehalten, Marktdaten und Wettbewerbsinformationen sind oft gar nicht vorhanden oder veraltet. Vor Allem stellt so eine Vorlage, gleich welcher Qualität nicht Ihr individuelles Geschäftsmodell dar und definiert Ihre Zielgruppen, Ihre Alleinstellungsmerkmale und Ihre individuelle Vertriebs- und Verkaufsstrategie. Auch die Arbeitsagenturen kennen mittlerweile die Landschaften der Businessplan Vorlagen gut und geben solchen Businessplänen für die Erteilung des Gründungszuschuss keine Chance mehr. Anbieter die sogar mit der Garantie locken, dass die Unterlagen für die Erteilung des Gründungszuschuss oder des Einstiegsgeld (bei Hartz 4) geeignet sind, halten wir für hochgradig unseriös.

Business-Plan Tipp 2: Wo finde ich ein gutes Businessplan-Muster


Wir werden demnächst einen eigenen Muster-Businessplan zur Verfügung stellen. In unseren Erstgesprächen zeigen wir unseren Interessenten anonymisierte und gebundene Businessplan Muster. Aus Datenschutzgründen und aus Gründen des Schutzes der Geschäftsidee unserer Existenzgründer haben wir diese businessplan muster bisher noch nicht online gestellt.

Business-Plan Tipp 3: Beteiligen Sie sich an Businessplan-Wettbewerben


Um ein kostenfreies Feedback zu seinem Businessplan zu bekommen und bei einer guten Businessplan-Unterlage bereits in einem frühen Stadium eine große Öffentlichkeit zu erreichen, eignen sich Businessplan Wettbewerbe  hervorragend. Eine Übersicht über Businessplan Wettbewerbe finden Sie zum Beispiel auf Förderland.de.

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